Homestead Act
Der Homestead Act (deutsch wörtlich Heimstättengesetz) ist ein 1862 in den USA in Kraft getretenes Bundesgesetz zum Landerwerb, das die einzelstaatlichen Regelungen ergänzte und weitere Rechtssicherheit für die Squatters schuf. Bereits in der Diskussion um das Gesetz war klar, dass der Homestead Act in direktem Zusammenhang mit der Enteignung und Vertreibung der Native Americans stand.
Das Gesetz folgte auf frühere Landgesetze, die vor dem Sezessionskrieg in Florida und im Pazifischen Nordwesten erlassen worden waren. Es erlaubte jeder Person – faktisch allerdings fast nur Euro-Amerikanern – über 21 Jahren, sich auf einem bis dahin unbesiedelten Stück Land niederzulassen, sich ein 160 Acre (etwa 65 Hektar) großes Grundstück abzustecken und zu bewirtschaften. Nach einer Dauer von fünf Jahren wurde der Siedler dann zum Eigentümer. Diese Frist konnte durch Bezahlen von 1,25 US-Dollar pro Acre Land (insgesamt also 200 US-Dollar) auf sechs Monate verkürzt werden.
Das Gesetz wurde am 20. Mai 1862 von Präsident Lincoln unterzeichnet.
- 1 2 Julius Wilm: “The Indians must yield”: Antebellum Free Land, the Homestead Act, and the Displacement of Native Peoples. In: Deutsches Historisches Institut Washington DC (Hrsg.): Bulletin of the GHI Washington. 67 (Fall 2020), 2020, ISSN 1048-9134 (perspectivia.net [PDF]).
- ↑ Trina Williams: The Homestead Act: A Major Asset-building Policy in American History. In: https://openscholarship.wustl.edu/. Washington University in St. Louis, 2000, S. 10, abgerufen am 17. August 2025 (englisch).