Hortenkachel

Die Hortenkachel ist der Baustein einer vorgehängten Gebäudefassade für die Horten-Kaufhäuser. Eine erste Version der Wabenfassade noch ohne die Kacheln wurde um 1958 von Helmut Rhode für die Filiale Düsseldorfer Straße in Duisburg entworfen. Für weitere Kaufhausbauten wurde sie von deren Architekten weiterentwickelt, darunter Egon Eiermann.

Eine wabenförmige Fassadengestaltung verwendete Marcel Breuer bereits zuvor beim Rotterdamer Warenhaus De Bijenkorf. Die Anbringung der Wabenfassaden wurde Ende der 1970er Jahre beendet, weil es vermehrt Widerstände aus den Städten gab, so 1972 beim Umbau der Filiale in Regensburg und beim etwa gleichzeitig entstandenen Neubau der Filiale in Nürnberg.

  1. Der Einblick (Magazin für Mitarbeiter der Horten Betriebe), Ausgabe 53, S. 12: „Unser Foto zeigt die imposante Wabenfassade des in Duisburg-Hamborn entstehenden Warenhauses Horten.“ Der Einblick, Ausgabe 1/67, S. 16: „Am Ende dieser Umstrukturierungsphase wird unser Unternehmen ausschließlich über Horten-Vollwarenhäuser modernster Prägung verfügen, deren gemeinsames Kennzeichen bis auf wenige Ausnahmen die Keramik-Wabenfassade sein wird.“
  2. Annemarie Jaeggi (Hrsg.): Egon Eiermann (1904–1970). Die Kontinuität der Moderne. Ostfildern-Ruit. 2004. Katalog zur Ausstellung der Städtischen Galerie Karlsruhe vom 18. September 2004 bis 9. Januar 2005, S. 190 ff.
  3. Silke Langenberg: Bauten der Boomjahre. Architektonische Konzepte und Planungstheorien der 60er und 70er Jahre. Dissertation. Dortmund 2006, S. 51.
  4. Letzte Schlacht. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1980 (online).
  5. Karstadt schließt in Nürnberg: Was passiert mit dem Gebäude? In: nordbayern.de. Abgerufen am 6. April 2021.