Huang Xianfan
Huang Xianfan (chinesisch 黃現璠 / 黄现璠; * 13. November 1899 in Fusui, Guangxi; † 18. Januar 1982 in Guilin, Guangxi) war ein chinesischer Historiker, Ethnologe, Folklorist, Anthropologe und Pädagoge, der aus dem Volk der Zhuang stammte. Er wird als „Vater der Zhuang-Geschichte“ bezeichnet und ist auch bekannt als „Vater der Zhuang-Anthropologie“ oder „Vater der modernen Zhuang-Studien“.
Huang Xianfan lebte durch die turbulenteste Periode der modernen chinesischen Geschichte: Er erlebte das Ende der Qing-Dynastie, die Zersplitterung und die Kämpfe der Beiyang-Regierung, den Aufstieg und Fall der Republik China sowie die aufeinanderfolgenden politischen Bewegungen der Volksrepublik China. Sein Sohn Gan Jinshan schrieb im Artikel „Vater“: „Die Höhen und Tiefen seines Lebens spiegeln das Schicksal der chinesischen Intellektuellen wider. Das Leben meines Vaters erinnert mich oft an die Worte von Lu Xun: ‚China hatte seit jeher Menschen, die sich in harte Arbeit verbissen, die beharrlich durchhielten, die für das Volk eintraten, die ihr Leben der Suche nach der Wahrheit widmeten – sie sind das Rückgrat Chinas.‘“
- ↑ http://www.minzu56.net/rw/xz/7574.html „Huang Xianfan, international renommierter Ethnologe im Netzwerk für Ethnologie Chinas“
- ↑ Gan Jinshan. „Vater – Zum 110. Geburtstag von Professor Huang Xianfan“, in: Gan Jinshan (Hrsg.). „Jugenderinnerungen vom alten Campus der Guangxi Universität“, S. 79–96, Lijiang Verlag, Dezember 2011.
- ↑ „Haben die Chinesen ihr Selbstvertrauen verloren?“, ein Essay von Lu Xun, aus: Lu Xun, Gesammelte Werke, Band 6, Volksliteraturverlag, Peking 1981.