Humanisierung des Arbeitslebens
Der Begriff Humanisierung des Arbeitslebens (HdA) entbehrt bislang einer eindeutigen und übereinstimmenden Definition. Er fand 1974 mit dem staatlichen „Forschungsprogramm zur Humanisierung des Arbeitslebens“ und der Debatte um die Qualität des Arbeitslebens offiziell Eingang in die politische Terminologie. Im Mittelpunkt stand dabei die Auseinandersetzung mit der tayloristisch-fordistischen Organisation von Arbeit. Im Rahmen des staatlichen Programms, das als arbeitspolitisches Teilprogramm der sozialdemokratischen Reformära initiiert worden war, wurden rund 1.600 Projekte gefördert.
- ↑ Stefan Müller: Das Forschungs- und Aktionsprogramm „Humanisierung des Arbeitslebens“ (1974-1989). In: Nina Kleinöder, Stefan Müller, Karsten Uhl (Hrsg.): „Humanisierung der Arbeit“. Aufbrüche und Konflikte in der rationalisierten Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts. transcript, Bielefeld 2019, S. 59–88, hier S. 59.