Hymen

Mit dem Begriff Hymen (der oder das, altgriechisch ὑμήν hymḗn „Haut, Häutchen“; wird auch auf den griechischen Hochzeitsgott Hymenaios bezogen), im veralteten Sprachgebrauch auch Jungfernhäutchen genannt, bezeichnet auch als vaginale oder vulvinale Korona, oder veraltet Scheidenklappe, wird in der Anatomie ein dünner Schleimhautsaum bezeichnet, welcher sich direkt in der Vaginalöffnung (der Öffnung der Scheide) befindet und diese umrandet.

Der Zustand des Hymens kann keinen Aufschluss darüber geben, ob eine Frau noch Jungfrau ist. Vermeintliche „Jungfrauentests“ anhand des Hymens sind daher unwissenschaftlich und werden von der Weltgesundheitsorganisation als Menschenrechtsverletzung angesehen.

  1. Rosa Bömelburg: Vom Mythos ‚Jungfernhäutchen' zur vulvinalen Korona. Eine Broschüre in Leichter Sprache. (PDF; 3,3 MB) Masterarbeit. Studiengang Angewandte Sexualwissenschaft, Hochschule Merseburg, 2019.
  2. August Rauber, Friedrich Wilhelm Kopsch: Lehrbuch und Atlas der Anatomie des Menschen. In 6 Abteilungen. 13., vermehrte und verbesserte Auflage. Abteilung 4: Eingeweide. Thieme, Leipzig 1929, DNB 367688549 (409 S.).
  3. ‘Virginity testing’: a human rights violation, with no scientific basis. In: UN News. 17. Oktober 2018, abgerufen am 2. Februar 2025 (englisch).