Hyperemesis gravidarum

Klassifikation nach ICD-10
O21.0 Leichte Hyperemesis gravidarum
O21.1 Hyperemesis gravidarum mit Stoffwechselstörung
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
JA60 Übermäßiges Erbrechen während der Schwangerschaft
JA60.0 Leichtgradige Hyperemesis gravidarum
JA60.1 Hyperemesis gravidarum mit Stoffwechselstörung
JA60.2 Späterbrechen während der Schwangerschaft
JA60.Y Sonstiges näher bezeichnetes übermäßiges Erbrechen während der Schwangerschaft
JA60.Z Übermäßiges Erbrechen während der Schwangerschaft, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Als Hyperemesis gravidarum (unstillbares Erbrechen der Schwangeren; auch unstillbares Schwangerschaftserbrechen) wird ein übermäßiges und anhaltendes, oft über den ganzen Tag wie auch nächtliches Erbrechen auch bei leerem Magen bezeichnet, das vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel (Trimenon) auftritt, etwa nach der 14. Schwangerschaftswoche abklingt und selten über die 20. Woche hinaus anhält. Vereinzelt leiden Frauen auch bis zur Geburt des Kindes unter starker Übelkeit und Erbrechen. Etwa 0,5 bis 1 Prozent der Schwangeren zeigen eine bedrohliche Hyperemesis gravidarum, die im Gegensatz zum häufig vorkommenden Schwangerschaftserbrechen (Emesis gravidarum) schwerwiegende Folgen mit erhöhter Gefährdung von Mutter und Kind nach sich ziehen kann. Wird Hyperemesis gravidarum unsachgemäß oder gar nicht behandelt, kann es dazu führen, dass der Leidensdruck der Schwangeren zu einer gewünschten Termination der Schwangerschaft führt, einzig aufgrund der unerträglichen Übelkeit und des permanenten Erbrechens. Die Patientin in ihrem Zustand ernstzunehmen und rasches therapeutisches Eingreifen sind von höchster Priorität.

  1. M. F. G. Verberg, D. J. Gillott, N. Al-Fardan, J. G. Grudzinskas: Hyperemesis gravidarum, a literature review. In: Human Reproduction Update. 2005, Vol. 11, No. 5, S. 527–539.