Hyperleukozytose
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| D72.8 | Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Leukozyten |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Unter einer Hyperleukozytose (von altgriechisch ὐπέρ hypér, deutsch ‚über, oberhalb‘, altgriechisch λευκός leukós, deutsch ‚weiß‘, altgriechisch κύτος kýtos, deutsch ‚Höhlung, Gefäß, Hülle‘ und der Endung -ose, gebildet aus altgriechisch -σις -sis, um einen Vorgang zu beschreiben) versteht man eine Vermehrung weißer Blutzellen (Leukozyten) im peripheren Blut (Leukozytose) auf mehr als 100.000 Zellen je Mikroliter, die ursächlich meist auf eine Leukämie oder eine Myeloproliferative Erkrankung zurückgeht. Seltener wird die Symptomatik auch im Zusammenhang mit therapeutischen Maßnahmen wie einer Gabe von Pegfilgrastim, Arsentrioxid oder Tretinoin beobachtet.
- ↑ S. Inoue: Leukocytosis. 24. April. 2008. (Abstract auf: emedicine.medscape.com)
- ↑ R. L. Snyder, D. J. Stringham: Pegfilgrastim-induced hyperleukocytosis. In: Ann Pharmacother. 2007 Sep;41(9), S. 1524–1530. PMID 17666580
- ↑ K. H. Bi, G. S. Jiang: Relationship between cytokines and leukocytosis in patients with APL induced by all-trans retinoic acid or arsenic trioxide. In: Cell Mol Immunol. 2006 Dec;3(6), S. 421–427. PMID 17257495