Hypocras

Der Hypocras oder Ypocras, in anderen Schreibweisen auch Hipocras, Hippocrass, Ypocrasse, Hyppocras, Ipocras, Ippocras oder üpikraz, war ein mit Honig, später auch mit Zucker, stark gesüßter roter Gewürzwein (Würzwein bzw. Kräuterwein), dem man im Mittelalter medizinische Eigenschaften zuschrieb. Die weiße Sorte des Hypocras, früher auch lûtertranc oder claret genannt, heißt in angelsächsischen Wein- und Winzerbüchern clarrey.

  1. Vgl. www.glossar.wein.plus.
  2. Gundolf Keil: Einleitung. In: Gundolf Keil (Hrsg.): Das Lorscher Arzneibuch. (Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg); Band 2: Übersetzung von Ulrich Stoll und Gundolf Keil unter Mitwirkung von Altabt Albert Ohlmeyer. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, S. 7–14, hier: S. 10.
  3. Walther Hermann Ryff: Confect Büchlin, und Hauß Apoteck Franckfort : Egenolff 1544, S. 112.
  4. Cindy Renfrow: A Sip Through Time: A Collection of Old Brewing Recipes USA 1995, S. 6.
  1. „Claret ist eben der art und natur des Yppocras aber in hoch Teutschland nit als seer im brauch / als in Sachsen / und den Seestetten / hat solchen underscheyd mit dem Yppocras / daß der selbig von rotem Wein mit Zucker / dieser von weissen Wein mit Honig bereydt / unnd mit Safran gelb geferbet wirt.“
    Walther Hermann Ryff: Confect Büchlin, und Hauß Apoteck. Franckfort: Egenolff 1544, S. 112.