Identitäre Bewegung

Als Identitäre Bewegung (auch Identitäre Generation, kurz Identitäre oder IB) bezeichnen sich mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ihrem Selbstverständnis nach einen sogenannten „Ethnopluralismus“ vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen, ethnisch homogenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei.

Fachjournalisten, Wissenschaftler und Verfassungsschützer beschreiben Vorstellungen der IB als „Rassismus ohne Rassen“ und ordnen die Gruppen dem Rechtsextremismus zu. In Deutschland können die Identitären vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) nachrichtendienstlich überwacht werden, weil die Positionen der IB nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Auch in Österreich und Frankreich werden sie von den Staatsschutzbehörden überwacht.

  1. Identitäre Bewegung Deutschland – Regionalgruppe Sachsen. In: Landesamt für Verfassungsschutz. Abgerufen am 10. April 2019.
    Gregor Mayntz: Identitäre Bewegung unter Beobachtung: Wenn Rassisten sich intellektuell geben. Abgerufen am 10. April 2019.
    Patrick Gensing: Die „Identitären“ – Rassismus als Popkultur. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, 27. Juli 2016, abgerufen am 17. September 2019.
    Christian Böhm: Identitäre Bewegung: „Wir haben es mit neu verpacktem Rassismus zu tun“. 11. Juli 2016 (welt.de [abgerufen am 10. April 2019]).
    Simon Raulf: Die Sprache der „Neuen Rechten“. In: lpb.sachsen-anhalt.de. Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, abgerufen am 10. April 2019 (gekürzte Fassung).
    Langfassung: Simon Raulf: Sprache und Kultur als Strategie der Neuen Rechten. Sprache und Kultur als Strategie der Neuen Rechten zur Erlangung kultureller Hegemonie. (PDF; 189 kB) In: lpb.sachsen-anhalt.de. Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, 15. Juli 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Dezember 2020; abgerufen am 12. Januar 2021 (wissenschaftliche Arbeit im Rahmen eines Studiums „Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft M.A.“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.