Il trionfo del Tempo e del Disinganno

Werkdaten
Titel: Il trionfo del Tempo e del Disinganno
Originaltitel: La Bellezza Raueduta nell’ Trionfo Del Tempo e del Disinganno

Georg Friedrich Händel, ca. 1710

Form: Oratorium in zwei Teilen
Originalsprache: Italienisch
Musik: Georg Friedrich Händel
Libretto: Benedetto Pamphilj
Uraufführung: Mai oder Juni 1707 (?)
Ort der Uraufführung: Collegio Clementino, Rom (?)
Spieldauer: ca. 2 ¼ Stunden
Personen
  • Bellezza („Die Schönheit“, Sopran)
  • Piacere („Das Vergnügen“, Sopran)
  • Disinganno („Die Erkenntnis“ oder „Die Ent-Täuschung“, Alt)
  • Tempo („Die Zeit“, Tenor)

Das Oratorium Il trionfo del Tempo e del Disinganno (HWV 46a), eigentlich La Bellezza Raueduta nell’ Trionfo Del Tempo e del Disinganno, komponierte Georg Friedrich Händel 1707 während seiner Zeit in Italien und führte es vielleicht im Mai oder Juni 1707 im Theater Collegio Clementino in Rom auf. Nachweise für eine Aufführung fehlen allerdings. Das Libretto stammte von Kardinal Benedetto Pamphilj. Im Laufe seiner fünfzigjährigen Karriere beschäftigte Händel sich mehrmals mit dem Stoff, sodass dieses Oratorium in drei verschiedenen Fassungen vorliegt. Damit bildet das Werk, mit seinem Hauptthema der Vergänglichkeit irdischer Werte, einen Bogen über seinem gesamten künstlerischen Leben.

1. Fassung: La Bellezza Raueduta nell’ Trionfo Del Tempo e del Disinganno (Die durch den Sieg der Zeit und der Ent-Täuschung geläuterte Schönheit), HWV 46a, Rom 1707.

2. Fassung: Il trionfo del Tempo e della Verità (Der Triumph der Zeit und der Wahrheit), HWV 46b. Diese entstand im März 1737 und das Werk wurde dabei auf drei Teile erweitert, wobei auch der Titel des Oratoriums verändert wurde. Händel lebte zu dieser Zeit schon lange in England und brachte dort regelmäßig italienische Opern auf die Theaterbühne. Diese Fassung wurde am 23. März 1737 uraufgeführt und im darauffolgenden Monat (drei weitere Aufführungen) und erneut 1739 gespielt.

3. Fassung: The Triumph of Time and Truth (Der Triumph der Zeit und der Wahrheit), HWV 71. Im März 1757 wurde das Oratorium, möglicherweise ohne große Beteiligung des bereits blinden Händel, erneut erweitert und überarbeitet. Das Libretto wurde wahrscheinlich vom letzten Textdichter Händels, Thomas Morell, ins Englische übersetzt. Vermutlich stellte Händels Adlatus Johann Christoph Schmidt der Jüngere unter dessen Anleitung die Partitur zusammen.