Immunsuppressivum
Immunsuppressiva sind Substanzen, welche die Funktionen des Immunsystems vermindern. Immunsuppressiv wirkende Medikamente werden z. B. bei folgenden Indikationen angewendet:
- Prophylaxe von Abstoßungsreaktionen nach einer Gewebs- oder Organtransplantation
- Autoimmunerkrankungen oder Erkrankungen, deren Ursache eine Fehlfunktion des Immunsystems ist
- Entzündliche rheumatische Erkrankungen
- Schweres Asthma bronchiale
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
- Chronische Glomerulonephritis mit nephrotischem Syndrom
- Myasthenia gravis
- Autoimmunhepatitis
- Multiple Sklerose
- Schwere Psoriasis
- Thrombopenische Purpura
Diese Medikamente sind nicht ohne Nebenwirkungen und Risiken. Insbesondere bei den weniger selektiv wirkenden Substanzen kommt es zu einer durch die Hauptwirkung bedingten Einschränkung der Abwehrmechanismen, was das Infektionsrisiko steigert und die Vermehrung und Verbreitung maligner Zellen im Organismus erleichtert – also das Risiko einer Krebserkrankung erhöht.
- ↑ Mutschler Arzneimittelwirkungen : Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie ; mit einführenden Kapiteln in die Anatomie, Physiologie und Toxikologie. Stuttgart, WVG, 2013. 10., vollständige überarbeitete und erweiterte Auflage.
- ↑ Susanne Donner: Krebsrisiko steigt nach Organspende massiv In: derbund.ch, 11. September 2018, abgerufen am 11. September 2018.