Ingolf-Expedition

Die Ingolf-Expedition (offiziell Den danske Dybhavs-ekspedition i arktiske Farvande; deutsch „Die dänische Tiefsee-Expedition in arktischen Gewässern“) war die erste dänische Tiefsee-Expedition. Sie ist benannt nach ihrem Schiff, dem Kreuzer Ingolf, und erforschte in den Sommermonaten der Jahre 1895 und 1896 die zum Atlantischen Ozean gehörenden Gewässer um Island und Grönland. Ihr Leiter war Carl Frederik Wandel, kommandør der dänischen Marine. Das wissenschaftliche Interesse galt vor allem der Fauna der Tiefsee. Daneben diente die Expedition der Erforschung der botanischen, ozeanographischen, hydrographischen und meteorologischen Verhältnisse der besuchten Meeresgebiete. Trotz oft widriger Wetter- und Eisbedingungen wurden Tausende von Messungen von Temperatur sowie Salz- und Sauerstoffgehalt des Meerwassers durchgeführt und große Mengen an benthischen Tieren aus Tiefen von bis zu 3500 Metern gesammelt.

  1. W. Thulstrup: Ingolf-Ekspeditionen. In: Illustreret Tidende. Band 37, Nr. 49, 6. September 1896, S. 735–737 (dänisch, kb.dk).