Intergenerationelles Lernen
Intergenerationelles Lernen (auch intergeneratives Lernen) ist ein Konzept in einer generationenübergreifenden Didaktik, bei der jüngere und ältere Lernende – je nach Lernsetting – voneinander, miteinander und/oder übereinander lernen. Als pädagogischer Ansatz gewinnt intergenerationelles Lernen unter dem Eindruck des demographischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Derzeit gibt es unterschiedliche Entwicklungslinien im Kontext von schulischer Bildung und Erwachsenenbildung, nicht selten auch im Zusammenhang von sozialem und ehrenamtlichem Engagement.
In der Sozialpädagogik ist es Ziel der intergenerativen Pädagogik die Lebenswelten von Kindern und Großelterngeneration miteinander zu verbinden, insbesondere dann, wenn familiär keine Großeltern bzw. keine Enkelgeneration vorhanden ist. Sozial orientierte Projekte mit einer intergenerativ ausgerichteten Zielsetzung und Didaktik finden sich auch im Kontext der Musik- und Kulturgeragogik. Auch diese beziehen sich auf die Großeltern-/ Enkelgeneration.
- ↑ Andreas Meese: Lernen im Austausch der Generationen. In: DIE Magazin. Nr. 2/2005. Frankfurt 2005, S. 37 ff.
- ↑ Timo Jacob: Dialog der Generationen. Leben – Gesellschaft – Schule: Plädoyer für eine intergenerative Pädagogik. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2006, S. 114 ff.
- ↑ Julia Franz: Intergenerationelles Lernen ermöglichen: Orientierungen zum Lernen der Generationen in der Erwachsenenbildung. wbv Bertelsmann, Bielefeld 2009, ISBN 3-7639-3344-1.
- ↑ Markus Marquard, Marlis Schabacker-Bock und Carmen Stadelhofer: Alt und Jung im Lernaustausch: Eine Arbeitshilfe für intergenerationelle Lernprojekte. Juventa, Weinheim 2008, ISBN 978-3-7799-2128-8.
- ↑ Marlies Jost: Intergenerative Pädagogik: Jung und Alt gemeinsam aktiv. 2014. Abgerufen am 25. Januar 2021.
- ↑ Rebecca Voss: Intergeneratives Singen. Eine empirische Untersuchung mit didaktischem Entwurf. Waxmann Verlag, Münster 2020.