International Council for the Exploration of the Sea

Der International Council for the Exploration of the Sea (ICES, deutsch Internationaler Rat für Meeresforschung) wurde am 22. Juli 1902 in Kopenhagen von acht europäischen Ländern gegründet: Dänemark, Finnland, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Russland und Großbritannien. Erster Präsident des Rates war 1902–1908 der Deutsche Walther Herwig.

Heute zählt der ICES 19 Mitgliedstaaten. Nach sieben der acht Gründungsstaaten (ohne Russland) sind das Belgien, Kanada, Estland, Frankreich, Island, Irland, Lettland, Litauen, Polen, Portugal, Spanien und die USA. Außerdem besitzen sechs Länder einen Beobachterstatus: Australien, Chile, Griechenland, Neuseeland, Peru und Südafrika.

Gründungsmitglied Russland wurde ab 30. März 2022 aufgrund des Ukrainekrieges bis auf Weiteres von allen Aktivitäten des ICES ausgeschlossen. Als Reaktion erklärte Russland mit Schreiben vom 29. November 2024 seinen Austritt aus der Organisation. Nach Artikel 17 der ICES-Konvention von 1964 endete die Mitgliedschaft ein Jahr nach dem Eingang des Schreibens bei der dänischen Regierung, also am 9. Dezember 2025.

Ziel des ICES in den Anfangsjahren war die wissenschaftliche Arbeit an allen praktischen Problemen der Fischerei. Heute werden 110 Fischarten wissenschaftlich überwacht und deren Bestandsentwicklung erforscht. Außerdem soll der Rat als interdisziplinäres Forum für alle Fragestellungen der Meeresforschung dienen.

  1. https://polarkreisportal.de/rat-fuer-meeresforschung-schliesst-russland-voruebergehend-aus
  2. https://www.fischmagazin.de/willkommen-seriennummer-103424.htm