Internationales Congress Centrum Berlin
| Internationales Congress Centrum (ICC Berlin) | |
|---|---|
Das Internationale Congress Centrum mit Funkturm | |
| Daten | |
| Ort | Berlin-Westend |
| Architekt | Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte |
| Bauherr | Senat von Berlin |
| Baustil | Moderne |
| Baujahr | 1973–1979 |
| Höhe | 40 m |
| Grundfläche | rund 27.900 m² |
| Koordinaten | 52° 30′ 16,5″ N, 13° 16′ 49,4″ O |
| Besonderheiten | |
| Europas größtes Kongresszentrum: 2 große und 80 kleinere Säle | |
Das Internationale Congress Centrum Berlin (ICC Berlin) im Berliner Ortsteil Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf ist eines der größten Kongresshäuser der Welt. Das 313 Meter lange, 89 Meter breite und fast 40 Meter hohe Gebäude wurde nach Plänen der Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut und nach sechs Jahren Bauzeit am 2. April 1979 eröffnet. Ein auffälliges Merkmal ist die silbergraue Aluminium-Fassade des Gebäudes im Stil der High-Tech-Architektur.
Das Congress Centrum zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der deutschen Nachkriegszeit, kostete mehr als 924 Millionen Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung rund 1,3 Milliarden Euro) und war damit der teuerste Bau in West-Berlin. Eigentümer ist das Land Berlin, Betreiberin die Messe Berlin GmbH.
Seit Jahren wird in Berlin über die Zukunft des Gebäudes diskutiert. Die Messe Berlin hat bisher an einem Weiterbetrieb kein Interesse, da die Betriebskosten die Einnahmen aus Veranstaltungen übersteigen. Auch ein Abriss wurde ins Gespräch gebracht, dieser wird von großen Teilen der Berliner Politik jedoch abgelehnt. Die letzte öffentliche Veranstaltung im Gebäude war am 9. März 2014; nach der Daimler-Hauptversammlung vom 9. April 2014 wurde es geschlossen. Im September 2019 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Bis Juli 2025 hatten interessierte Investoren im Rahmen eines Wettbewerbs die Möglichkeit, Anträge für eine zukünftige Entwicklung des aktuell leerstehenden ICC einzureichen. Geplant ist nun bis zum Sommer 2026 eine Vergabeentscheidung zu treffen.
- ↑ Norbert Baues: «Bei uns können Sie eine ganze Stadt bestellen». Die Neue Heimat Städtebau – vom gemeinnützigen Wohnungsunternehmen zum profitorientierten Developer. In: Ullrich Schwarz, Hartmut Frank (Hrsg.): Neue Heimat. Das Gesicht der Bundesrepublik. Bauten und Projekte 1947–1985 (Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs 38), Dölling und Galitz, Hamburg 2019, ISBN 978-3-86218-112-4, S. 438–523, hier. S. 514.
- ↑ Sehenswürdigkeiten. ICC – Internationales Congress Centrum. Bei: berlin.de, 24. November 2015; abgerufen am 12. Juni 2016.
- ↑ Das Internationale Congress Centrum Berlin (ICC). (PDF) In: BauNetz-Woche #280. 27. Juli 2012, S. 7, abgerufen am 5. August 2017.
- ↑ Andreas Wassermann: Systemkampf in Stein. In: Der Spiegel, Heftreihe: Geschichte, Nr. 5, 25. September 2012, zum ICC: letzte drei Absätze.
- ↑ Messe Berlin GmbH. ( vom 1. Juni 2014 im Internet Archive) berlin.de
- ↑ Berlin stellt leerstehendes Kongresszentrum ICC unter Denkmalschutz | rbb24. 18. Dezember 2019, archiviert vom ; abgerufen am 19. Februar 2025.
- ↑ rbb24.de: ICC hat "ausreichend Bietende" für neue Nutzung gefunden. 9. Oktober 2025, abgerufen am 25. Januar 2026.