Intravenöse Regionalanästhesie

Die intravenöse Regionalanästhesie (abgekürzt IVRA) oder der Bier-Block (bzw. die Venenanästhesie) nach August Bier ist ein Verfahren der Regionalanästhesie, das operative Eingriffe an Arm oder (seltener) Bein ermöglicht. Dabei wird die zu operierende Extremität mittels einer Bandage von Blut entleert und anschließend mit einer Manschette abgebunden. Die nun „blutleeren“ Blutadern (Venen) werden dann mit Lokalanästhetikum gefüllt, das von dort aus in sensible Nervenendigungen und Nervenbahnen diffundiert und in diesen die Schmerzweiterleitung blockiert.

  1. August Bier: Ueber einen neuen Weg Localanästhesie an den Gliedmassen zu erzeugen. In: Archiv für klinische Chirurgie, Band 86, 1908, S. 1007–1016.
  2. August Bier: Über die Venenanästhesie. In: Berliner klinische Wochenschrift, Band 11, 1909, S. 477 ff.
  3. Vgl. auch Hans Anton Adams, Eberhard Kochs, Claude Krier: Heutige Anästhesieverfahren – Versuch einer Systematik. In: Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie. Jahrgang 36, Heft 5, Mai 2001, S. 262–267, hier: S. 266–267.