Iodopsine
Iodopsin (Jodopsin) ist die Sammelbezeichnung für die Farbsehpigmente der Zapfen von Tieren (einschließlich des Menschen). Es handelt sich um Photopsine (das sind Proteine), die kovalent an das Chromophor 11-cis-Retinal (Typs 1) binden. Pigmente, deren Eiweißbestandteil Photopsin als Chromophor 3,4-Dehydro-11-cis-Retinal (Typs 2) bindet, werden nicht als Iodopsin bezeichnet, sondern als Cyanopsin. Die Absorptionsmaxima der drei Iodopsine des Menschen sind:
- 560 nm: rot-sensitives L-Iodopsin mit L-Photopsin, UniProt P04000. Defekte am OPN1LW-Gen sind die Ursache der Protanopie
- 530 nm: grün-sensitives M-Iodopsin mit M-Photopsin, UniProt P04001. Defekte am OPN1MW-Gen sind die Ursache der Deuteranopie
- 420 nm: blau-sensitives S-Iodopsin mit S-Photopsin, UniProt P03999. Defekte am OPN1SW-Gen sind die Ursache der Tritanopie
Im Tierreich kommen neben diesen Sehpigmenten mit Retinal 1 als Chromophor auch
- 340 nm: ultraviolett-sensitives UV-Iodopsin mit UV-Photopsin und
- 620 nm: infrarot-sensitives XL-Iodopsin mit XL-Photopsin
vor.
Iodopsine enthalten 350 bis 360 Aminosäuren und sind Membranproteine, die zu den G-Protein-gekoppelten Rezeptoren zählen.
- ↑ J K Bowmaker, H J Dartnall: Visual pigments of rods and cones in a human retina. In: The Journal of Physiology. 298. Jahrgang, Nr. 1, 1. Januar 1980, S. 501–511, doi:10.1113/jphysiol.1980.sp013097, PMID 7359434 (englisch).