Iodwasserstoffsäure

Allgemeines
Name Iodwasserstoffsäure
Andere Namen
  • Hydrojodsäure
  • Jodwasserstoffsäure
  • Acidum hydroiodicum
  • Acidum hydrojodicum
Summenformel HI(aq)
Kurzbeschreibung

schwach gelbliche, wässrige, saure Lösung von Iodwasserstoff – färbt sich an Luft und Licht durch freiwerden von Iod dunkel

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 10034-85-2 (für Iodwasserstoff)
Wikidata Q908093
Eigenschaften
Molare Masse 127,91 g·mol−1
Aggregatzustand

wässrige Lösung

pKS-Wert

−10 (bei 25 °C)

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280305+351+338310
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Iodwasserstoffsäure ist eine Lösung von Iodwasserstoff (HI) in Wasser. Ihre Salze heißen Iodide. Sie ist nach Flusssäure, Salzsäure und Bromwasserstoffsäure das vorletzte Glied in der Reihe der Halogenwasserstoffsäuren. Die Säurestärke nimmt innerhalb der Hauptgruppe zu. Allerdings ist Iodwasserstoffsäure nicht nur die stärkste stabile Halogenwasserstoffsäure (nach dem instabilen Astatwasserstoff), sondern auch die stärkste bekannte stabile sauerstofffreie Säure überhaupt (vgl.: Säurestärke).

In den Handel kommt Iodwasserstoffsäure meist als 56,7-prozentige Säure. Dies entspricht dem Azeotrop, das bei 126,7 °C siedet. Die Dichte beträgt bei 25 °C 1,708 g/cm3

  1. Eintrag Iodwasserstoffsäure im Pschyrembel. Abgerufen am 3. Januar 2020
  2. 1 2 Eintrag zu Iodwasserstoffsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 8. November 2018. (JavaScript erforderlich)
  3. chem.wisc.edu: pKa Data, Compiled by R. Williams (PDF; 645 kB).
  4. Datenblatt Hydriodic acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 13. Mai 2017 (PDF).
  5. A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 1. Band: Grundlagen und Hauptgruppenelemente. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049585-0, S. 505 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).