Irmin
Irmin ist eine literarische Figur des Widukind von Corvey aus seiner frühmittelalterlichen historiographischen Schrift Die Sachsengeschichte.
Mediävistische Forscher schlossen, in Verbindung mit der Irminsul, aus Widukinds Darstellung auf Irmin als eine Variante oder einen Beinamen des Gottes Tiwaz/Saxnot bzw. als eine eigenständige Gottheit der Sachsen. Mit Norbert Wagner wird heute Irmin als das Produkt von Widukinds kombinationsfreudiger und etymologisierender Gelehrsamkeit gewertet.
- ↑ Die Sachsengeschichte des Widukind von Corvey. In: Paul Hirsch (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 60: Die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei (Widukindi monachi Corbeiensis Rerum gestarum Saxonicarum libri III). Hannover 1935, S. 9–12 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
- ↑ Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 222; (Norbert Wagner: Irmin in der Sachsen-Origo. zur Arbeitsweise des Widukind von Corvey.) In: Germanisch-Romanische Monatsschrift (GRM) 59 NF 28. 1978, S. 386, Fußnoten 16, 17
- ↑ Vgl. Norbert Wagner: Irmin in der Sachsen-Origo. zur Arbeitsweise des Widukind von Corvey. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift (GRM) 59 NF 28. 1978, S. 385–386.