Isabella von Bourbon-Parma

Isabella von Bourbon-Parma (* 31. Dezember 1741 in Buen Retiro bei Madrid; † 27. November 1763 in Wien) war Infantin von Spanien, Prinzessin von Bourbon-Parma, verheiratete Erzherzogin von Österreich, Kronprinzessin von Böhmen und Ungarn.

Isabella von Parma war eine für ihre Zeit ungewöhnlich aufgeklärte und gebildete Frau mit radikaleren Ideen und Idealen als manch ein Anderer. Sie verfasste insgesamt neunzehn Werke, von welchen nicht alle vollendet wurden, die sich mit den verschiedensten Thematiken befassen; Philosophie, Politik, Religion, Ethik, Diplomatie, Militärtheorie und -strategie, Welthandel, Heiratspolitik, Bildung und Erziehung, Kultur und die Position der Frau in der Gesellschaft. Auch argumentierte sie für die intellektuelle Gleichberechtigung von Frauen. Keine ihrer Schriften, welche sie außerdem geheim hielt, wurden während ihrer Lebenszeit veröffentlicht, wobei ihre Méditations chrétiennes („Christliche Meditationen“) im Jahr 1764 veröffentlicht wurden, also ein Jahr nach ihrem Tod. Über die Jahre wurden einige von ihren Werken und Korrespondenzen von verschiedenen Biografen veröffentlicht.