Ösling
Ösling ([], luxemburgisch Éislek [], deutsch auch Islek, Oisling, Eisling, im südlichen Teil von Ostbelgien auch Eeslek genannt; der Name ist vermutlich germanischen Ursprungs) ist die fränkisch-germanische Bezeichnung für die Ardennen. Heutzutage wird damit allerdings nur noch der östliche Teil der Ardennen so benannt. Das Ösling umfasst den Norden des Großherzogtums Luxemburg (Luxemburger Ardennen, etwa ein Drittel der Landesfläche), westliche Teile des Eifelkreises Bitburg-Prüm und einen kleinen Teil des Landkreises Vulkaneifel. In Luxemburg umfasst es damit im Wesentlichen die Kantone Clerf, Diekirch, Redingen, Vianden und Wiltz. In Deutschland fühlen sich vor allem Orte aus der Verbandsgemeinde Arzfeld dem Islek zugehörig. Sie haben sich mit anderen Kommunen aus Deutschland, Belgien und Luxemburg zu einer europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung zusammengeschlossen (Islek ohne Grenzen).
Ursprünglich war der Begriff noch weiter gefasst und bezog auch heute zu Belgien gehörige Teile des historischen Luxemburgs mit ein. Darauf weisen noch ehemalige deutsche Ortsnamensvarianten wie Fels im Ösling (La Roche-en-Ardenne) hin.
Im Ösling liegen der Naturpark Obersauer und der Naturpark Our. Ebenso umfasst der Naturpark Südeifel Teil des Isleks.
- ↑ Eva-Maria Krech, Eberhard Stock, Ursula Hirschfeld, Lutz Christian Anders: Deutsches Aussprachewörterbuch. Walter de Gruyter, Berlin, New York 2010, ISBN 978-3-11-018203-3, S. 796.
- ↑ Éislek. In: Lëtzebuerger Online Dictionnaire. Abgerufen am 3. September 2024.
- ↑ Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler des Kreises Prüm (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 12, Teil 2). Provinzialverband der Rheinprovinz, L. Schwann, Düsseldorf 1927, S. 317
- ↑ Eeslek. In: Abraham Jacob van der Aa: Aardrijkskundig woordenboek der Nederlanden, Band 4, S. 70.
- ↑ Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Band 22, S. 325 ff.
- ↑ Heinrich Kaspers: Comitatus Nemoris. Düren / Aachen 1957, S. 89 ff.
- ↑ Jules Vannérus: L’ŒSLING et ses rapports avec l’Ardenne. In: Mélanges Camille de Borman: recueil de mémoires relatifs à l’Histoire, à l’Archéologie et à la Philologie, offert au Baron de Borman / et publié par ses amis et admirateurs. Liège 1919, S. 57ff.; gallica.bnf.fr
- ↑ Blatt 137 Cochem. (PDF; 5,6 MB) Geographische Landesaufnahme 1:200.000 – Naturräumliche Gliederung Deutschlands.