Ita Wegman

Maria Ita Wegman (* 22. Februar 1876 in Karawang bei Batavia (Niederländisch-Indien, heute Jakarta, Indonesien); † 4. März 1943 in Arlesheim (Schweiz), zeitlebens Ita Wegman genannt), war eine zentrale Gestalt der anthroposophischen Bewegung, beziehungsweise der Anthroposophischen Gesellschaft. Als Ärztin hatte sie einen großen Anteil an der Entwicklung der anthroposophischen Medizin, die Rudolf Steiner mit ihr zusammen begründete.

1921 gründete die sozial engagierte Frauenärztin eine auch nach anthroposophischen Grundsätzen arbeitende Privatklinik in Arlesheim, aus der durch Fusion mit einer anderen Klinik die heutige Klinik Arlesheim hervorging. Dort entwickelte sie auch die Rhythmische Massage als anthroposophisch geprägte Richtung der Klassischen Massage. Von 1923 bis 1935 gehörte sie dem von Rudolf Steiner eingesetzten sogenannten „esoterischen Vorstand“ der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft an und leitete die Medizinische Sektion der zugehörigen Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum in Dornach. Am 14. April 1935 wurde die heftig angefeindete und diskriminierte Wegmann aufgrund von sachlich falschen Anschuldigungen auf der Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft gemeinsam mit anderen namhaften Anthroposophen aus der Gesellschaft ausgeschlossen. 1948 – fünf Jahre nach ihrem Tod – wurde der Beschluss posthum als ungerechtfertigt wieder aufgehoben.

  1. Michaela Glöckler: Ita Wegman
    Ita Wegman Schule Benefeld: Halte dein Herz warm, dies ist das einzige Mittel, um sich nicht von einander zu entfremden, auch wenn die Meinungen auseinander gehen.
  2. Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945. 2., durchgesehene Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007/08, Bd. 1, ISBN 978-3-525-55452-4, S. 248.
  3. Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland: Ita Wegmann