Iwan der Schreckliche I (Film)

Film
Titel Iwan der Schreckliche
Originaltitel Иван Грозный
Transkription Iwan Grosny
Produktionsland Sowjetunion
Originalsprache Russisch
Erscheinungsjahr 1944
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Sergei Michailowitsch Eisenstein
Drehbuch Sergei Michailowitsch Eisenstein
Produktion Sergei Michailowitsch Eisenstein
Musik Sergei Prokofjew
Kamera Andrei Moskwin,
Eduard Tisse
Schnitt Sergei Michailowitsch Eisenstein
Besetzung

Im Vorspann ungenannt:

In gedrehten, aber nicht verwendeten Szenen:

Synchronisation
Chronologie

Der Historienfilm Iwan der Schreckliche I (Originaltitel Иван Грозный, transkribiert nach Duden-Regeln Iwan Grosny, wissenschaftliche Transliteration Ivan Groznyj, wörtlich „Iwan der Gestrenge“) von Sergei Michailowitsch Eisenstein umfasst das Leben des Zaren Iwan IV. von Russland (1530–1584) von seiner Selbstkrönung im Alter von 16 Jahren am 16. Januar 1547 bis zu seinem zeitweiligen Amtsverzicht im Herbst 1575 und der triumphalen Rückkehr auf den Thron Ende 1576.

Der Monumentalfilm besteht aus zwei Teilen. Der erste porträtiert Iwan „als begnadeten Volksführer“, „als selbstbewußten Monarchen, als siegreichen russischen Helden“; diese Darstellung seines „Aufstieg[s]“ – gipfelnd in seiner Legitimation als Alleinherrscher durch das Volk – wurde von Stalin gelobt und 1946 mit dem Stalinpreis erster Klasse ausgezeichnet. Der zweite Teil – teilweise in Farbe gedreht – zeigt Iwans „Niedergang“ und seine „Schrecklichkeit“; dieser Teil wurde von Stalin verboten. Vom geplanten dritten Teil wurden nur vier Filmrollen gedreht, die bis auf einige (erst 1988 veröffentlichte) Fragmente verloren gingen oder vernichtet wurden.

  1. 1 2 3 Iwan der Schreckliche [Teil I und II]. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 11. Januar 2021.
  2. Eckhard Weise: Sergej M. Eisenstein in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1975, ISBN 3-499-50233-X, S. 137, Anm. 331.
  3. Uwe Klußmann: Der zornige Zar. Er war belesen und extrem jähzornig: Iwan IV., „der Schreckliche“, schuf als Gewaltherrscher die Grundlagen des russischen Imperiums. In: Uwe Klußmann (Redakteur): Das Russland der Zaren (= Der Spiegel Geschichte. Heft 1/2012). Spiegel-Verlag, Hamburg [31. Januar] 2012, DNB 1019580593, S. 14–21, abgerufen am 11. Januar 2021.
  4. Dieter Krusche unter Mitarbeit von Jürgen Labenski: Reclams Film-Führer. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Reclam, Stuttgart 1982 [1. Auflage 1973], ISBN 3-15-010205-7, S. 259–261, hier 260.
  5. Dieter Krusche unter Mitarbeit von Jürgen Labenski: Reclams Film-Führer. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Reclam, Stuttgart 1982 [1. Auflage 1973], ISBN 3-15-010205-7, S. 259–261, hier 261.
  6. Siegfried König: Iwan der Schreckliche. [Rezension, etwa 2005.] In: filmzentrale.com, abgerufen am 11. Januar 2021.
  7. Ulrich Behrens: Iwan, der Schreckliche. [Rezension, Mai 2008.] In: filmzentrale.com, abgerufen am 11. Januar 2021.
  8. Eckhard Weise: Sergej M. Eisenstein in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1975, ISBN 3-499-50233-X, S. 124.
  9. 1 2 Über den Regisseur. In: [Beiheft zu] Panzerkreuzer Potemkin (= Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung). Bonn 2012, S. 8 f., hier 9 (Digitalisat als PDF-Datei).
  10. Eckhard Weise: Sergej M. Eisenstein in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1975, ISBN 3-499-50233-X, S. 125.