Jérusalem

Werkdaten
Titel: Jérusalem

Titelblatt des Librettos, Paris 1847

Form: Oper in vier Akten
Originalsprache: Französisch
Musik: Giuseppe Verdi
Libretto: Alphonse Royer und Gustave Vaëz nach Temistocle Solera
Uraufführung: 26. November 1847
Ort der Uraufführung: Paris, Académie Royale de Musique
Spieldauer: ca. 2 ¾ Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Toulouse, 1095 (1. Akt); Palästina, 1099 (2.–4. Akt)
Personen
  • Gaston, Vicomte von Béarn (Tenor)
  • le Comte de Toulouse, der Graf von Toulouse, Raimund IV. (Bariton)
  • Roger, Bruder des Grafen (Bass)
  • Adhémar de Monteil, päpstlicher Gesandter (Bass)
  • Raymond, Verwalter Gastons (Tenor)
  • ein Soldat (Bass)
  • ein Herold (Bass)
  • der Emir von Ramla (Bass)
  • ein Offizier des Emirs (Tenor)
  • Hélène, Tochter des Grafen (Sopran)
  • Isaure, ihre Gefährtin (Sopran)
  • Kreuzritter, Sarazenen, Haremsfrauen, Pilger, Büßer, Volk (Chor, Statisten und Ballett).

Jérusalem ist Giuseppe Verdis erste französische Grand opéra. Sie entstand als Umarbeitung der Oper I Lombardi alla prima crociata und besteht wie das Original aus vier Akten. Die Uraufführung in französischer Sprache fand am 26. November 1847 an der Académie Royale de Musique in Paris statt. Die Librettisten Alphonse Royer und Gustave Vaëz übersetzten weitgehend das Ursprungslibretto von Temistocle Solera, unterlegten aber eine neue Handlung, indem sie die Hauptpersonen historisierten und zu Franzosen machten. Verdi komponierte viele Teile neu, darunter eine Balletteinlage, sodass Jérusalem als eigenständiges Werk gilt.

  1. Julian Budden: Verdis erster Versuch in der Grand Opéra. Beiheft zur CD, Philips 2000, S. 29, sowie Anselm Gerhard und Uwe Schweikert: Verdi-Handbuch 2000. Zeittabelle S. 602. Rolf Fath gibt in Reclams Kleinem Verdi-Opernführer, 2000, S. 39, abweichend den 22. November als Uraufführungsdatum an.