Jüdische Emanzipation
Als jüdische Emanzipation wird der Weg der Juden vom Rand in die Mitte der Gesellschaft bezeichnet. In der christlichen Mehrheitsgesellschaft waren sie eine rechtlich, religiös und sozial diskriminierte Minderheit. Ihre Eingliederung begann mit der Haskala, einer Bewegung, die in den 1770er und 1780er Jahren in Berlin und Königsberg entstand, und führte im Laufe der Aufklärung schließlich auch zur Anerkennung als gleichberechtigte Staatsbürger.
Der Begriff „Juden-Emanzipation“ taucht ab 1817 auf. Bis dahin wurde die Thematik als „bürgerliche Verbesserung“, „Naturalisation“ oder „Gleichstellung“ der Juden beschrieben.