Jütland

Jütland

Lage von Jütland (grün) in Dänemark
Geographische Lage
Koordinaten 55° 38′ N,  12′ O
Gewässer 1 Nordsee
Gewässer 2Skagerrak
Gewässer 3Kattegat
Gewässer 4Beltsee
Fläche 29.775 km²

Jütland (dänisch Jylland [ˈjylanʔ]; Adjektiv: „jütisch“ oder „jütländisch“, dänisch jysk) ist nach gängiger Lesart der westliche Teil Dänemarks, der sich auf der Kimbrischen Halbinsel befindet und sich von der deutsch-dänischen Grenze bis zur Landspitze Grenen nördlich von Skagen erstreckt. Damit wird das gesamte dänische Festland von Jütland gebildet, während die anderen Teile Dänemarks sich über Inseln erstrecken.

Unter Verweis auf die historische Südgrenze Dänemarks an der Eider kann jedoch auch die Eider als südliche Grenze Jütlands angesehen werden, indem die Region des südlichen Jütlands zwischen Eider und Königsau zunächst integraler Bestandteil des sich entwickelnden Königreichs Dänemarks war und sich dann ab 1236 in das Herzogtum Schleswig entwickelte, das als Reichs- und Königslehen Dänemarks über Jahrhunderte weiterhin an Dänemark gebunden war. Alternativ zur Bezeichnung Schleswig findet sich auch der ältere Begriff Sønderjylland (≈ Südjütland oder Südliches Jütland). Obwohl die beiden Begriffe Schleswig und Sønderjylland im Prinzip dieselbe Region bezeichnen, wird heute umgangssprachlich meist nur noch Nordschleswig als Sønderjylland bezeichnet.

Nach beiden Definitionen werden die vorgelagerten kleinen Inseln wie Rømø, Fænø, Læsø, Anholt, Samsø, Endelave oder Alsen Jütland zugerechnet, ebenso wie die große Insel Vendsyssel-Thy, die Jütland im Norden abschließt, sowie die zwischen Vendsyssel-Thy und dem jütischen Festland liegende Insel Mors.

Die natürlichen Grenzen Jütlands bilden im Uhrzeigersinn die Seegebiete:

  1. Troels Fink: Geschichte des schleswigschen Grenzlandes. Munksgaard, København 1958, S. 23.
  2. Vgl. Jens Peter Trap: Danmark. 5. Ausgabe, Band 6,1 Hjørring amt, Kopenhagen 1961.
  3. Anholt gehörte im Mittelalter zur Landschaft Halland.