Jagdreiten
Jagdreiten ist organisiertes Ausreiten ins Gelände. In geführten Gruppen, sogenannten Jagdfeldern, wird eine vorgegebene Geländestrecke mit Hindernissen geritten. Eine Besonderheit besteht darin, im Pulk querfeldein lange Strecken zu galoppieren und dabei zu springen. In Deutschland ist dies sonst kaum möglich, sei es wegen möglicher Flurschäden, asphaltierter Wege oder fehlender Hindernisse. Parforcejagden sind in Deutschland verboten, weshalb sich das Jagdreiten als reiner Pferdesport beziehungsweise Hundesport entwickelt hat. Dabei wird kein Wild gejagt.
Es gibt zwei Formen des Jagdreitens. Bei Fuchsjagden, die ohne Hunde und ohne echten Fuchs stattfinden, gibt es mit dem Fuchsschwanzgreifen ein Wettkampfelement. Schleppjagden hingegen werden mit einer Hundemeute geritten, die eine künstliche Duftspur, die „Schleppe“, verfolgt. Schleppjagden sind ein Sport ohne Wettkampf. Im Mittelpunkt steht der gemeinsame Ausritt mit anderen Reiterinnen und Reitern und den Hunden.
Da die Jagdsaison kurz ist, gibt es wenige spezialisierte Jagdreiter. Bei den Veranstaltungen kommen Spring-, Dressur- oder Vielseitigkeitsreiter nach der Turniersaison mit Freizeitreitern verschiedener Altersgruppen zum Jagdreiten in der Natur zusammen.