James Henry Smith

James Henry Smith (* 6. Mai 1871 in Manchester, England; † 24. Dezember 1940) war ein britischer Maschinenbauingenieur, zuletzt Professor des Maschinenbaus.

Ihm zu verdanken ist das sogenannte Dauerfestigkeitsschaubild nach Smith, wie es aus dem Fachgebiet der Werkstoffprüfung gemeinhin bekannt ist. Dieses Diagramm, das auch "Smith-Diagramm" genannt wird, wurde später, insbesondere in der Ära nach dem Zweiten Weltkrieg, in einer von anderen Wissenschaftlern entwickelten Methode zur Auslegung von Maschinenteilen bei dynamischer Beanspruchung genutzt. Sie ermöglichte eine Dimensionierung von Maschinenteilen unter ruhender, schwellender und wechselnder Belastung. Bei dieser Methode ging es noch darum, Bauteile dauerfest auszulegen. Letztere Methode ist mittlerweile von Betriebsfestigkeitsmethoden weitgehend abgelöst worden, nachdem der Computer in den 1980er und 1990er Jahren zum Hauptarbeitswerkzeug des Ingenieurs avanciert ist. Darin werden Bauteile nur noch "betriebsfest", nicht mehr "dauerfest" ausgelegt. In der sich erst in den letzten Jahren allmählich etablierenden FKM-Richtlinie zur betriebsfesten Auslegung von Maschinenbauteilen wird das Smith-Diagramm, im Rahmen einer – im Vergleich zu früheren Bauteildimensionierungsverfahren – anders ablaufenden Rechenprozedur, nach wie vor eingesetzt.

Über das Smith-Diagramm hinaus verdankt man James Henry Smith Beiträge auf dem Gebiet des Baus von Werkstoffprüfmaschinen.

  1. F. V. Warnock: Prof. J. H. Smith. In: Nature. (ISSN 0028-0836) Bd. 147, Nr. 3718, 1. Februar 1941, S. 140 f. (englisch)
  2. The Victoria university of Manchester: register of graduates up to July 1st, 1908. University of Manchester (Library of the University of California, received by exchange; Electronic Library), S. 35 des Online-Dokuments (englisch)
  1. Siehe: J. H. Smith: Some experiments on fatigue of metals. In: Journal of the Iron and Steel Institute. (ISSN 0021-1567) Bd. 82, H. 2, 1910, S. 246–318, darin insbes. das Diagramm auf S. 302
  2. Dargestellt findet man diese Methode etwa bei: R. Hänchen, K.-H. Decker: Neue Festigkeitsberechnung für den Maschinenbau. Hanser Verlag, München 1967, ferner bei: K. Wellinger, H. Dietmann: Festigkeitsberechnung: Grundlagen und technische Anwendung. 3., erw. Aufl., Kröner Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-520-90303-2, S. 122.