James R. Newman (Autor)

James Roy Newman (* 1907 in New York City; † 1966) war ein US-amerikanischer Anwalt, bekannt für Beiträge zur populärwissenschaftlichen Mathematikliteratur.

Newman studierte an der Columbia University und war Anwalt im Bundesstaat New York. Er praktizierte dort 1929 bis 1941. Im Zweiten Weltkrieg war er für die US-Regierung tätig, unter anderem als Chief Intelligence Officer an der amerikanischen Botschaft in London, als Special Assistant des Undersecretary of War und Anwaltsberater des US-Senatskomitees für Atomenergie. Er war juristischer Berater des US-Senatskomitees für Atomenergie. In letzterer Funktion war er am Atomic Energy Act of 1946 beteiligt, das die Atomenergie ziviler Kontrolle unterstellte.

1948 wurde er Mitglied im Herausgebergremium des Scientific American und er war in dem Herausgebergremium von The New Republic.

Er veröffentlichte mit dem Mathematiker Edward Kasner, der in New York auch früher sein Lehrer war, 1940 das Buch Mathematics and the imagination und gab den vierbändigen Sammelband The world of mathematics heraus mit Aufsätzen über Mathematik aus vielen Jahrhunderten (nach dem Untertitel des Buches vom ägyptischen Schreiber Ahmose bis Albert Einstein). 1958 erschien sein Buch über Gödels Unvollständigkeitssatz mit dem Philosophie-Professor an der Columbia University Ernest Nagel (den Newman als seinen Freund und Lehrer bezeichnete), das als gelungener Versuch gilt diesen allgemeinverständlich darzustellen. Eine Neuauflage bearbeitet von Douglas R. Hofstadter erschien 2001. Außerdem veröffentlichte er Bücher über Kriegführung und Kontrolle der Atomenergie, ein Buch als Warnung vor der Atomwaffenpolitik und Kriegshysterie des Westens (1962) und allgemein über Wissenschaft.

Er war Gastdozent an der Yale Law School und Guggenheim-Stipendiat.

  1. Lebensdaten, Trove, National library of Australia
  2. Kurze Biografie in Gateway to the great books, Encyclopedia Britannica, Band 9, S. 118
  3. 1 2 3 Biographie von Newman in seinem Buch The World of Mathematics
  4. Danksagung in Newman (Hrsg.), The world of mathematics.