Jean Picard

Jean Picard, genannt Abbé Picard (Abt Picard), (* 21. Juli 1620 in La Flèche; † 12. Oktober 1682 in Paris) war ein französischer Astronom und Geodät.

Er gilt als einer der Begründer der Geodäsie. Picard bestimmte 1670 als Erster die Länge eines Grades eines Meridianbogens – und damit die Größe der Erde – durch Triangulation mit Quadranten, die Messfernrohre mit Fadenkreuzokularen zum Anvisieren des Gestirns hatten. Damit wurde eine bis dahin nicht mögliche Präzision der Gradmessung erreicht. Diese Messungen benutzte Isaac Newton, um seine Gravitationstheorie zu verifizieren.

  1. Jean Baptiste Joseph Delambre: Histoire de l'astronomie moderne. Band 2. Ve Courcier, Paris 1821, S. 597 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  2. Delambre erwähnt, dass Picard nach anderen Quellen erst Anfang 1683 gestorben sei. Für das in der Encyclopedia Britannica genannte Datum scheint es keine Grundlage zu geben.
  3. William Fox: Jean Picard. In: Catholic Encyclopedia, Appleton, New York 1907–1912 (in der englischen Wikisource)
  4. Rudolf Wolf: Geschichte der Astronomie. S. 460–462