Johann Philipp Graumann
Johann Philipp Graumann auch Gravmann (* evtl. 1690 oder um 1706 evtl. in Braunschweig; † 22. April 1762 in Berlin) war ein braunschweig-wolfenbüttelscher Experte des Geld- und Münzwesens, Geldtheoretiker, Münzmeister und -kommissar sowie preußischer Finanzpolitiker. Er galt als einer der bedeutendsten deutschen Geldtheoretiker seiner Zeit. Ab den 1760er Jahren war der Graumannsche Münzfuß (mit Einführung des preußischen Reichstalers) praktisch in ganz Nord- und Mitteldeutschland verbreitet und bildete im 19. Jahrhundert die Grundlage für die Einführung eines einheitlichen deutschen Münzsystems.
- 1 2 Wolfgang Leschhorn: Graumann (auch Gravmann). In: Jarck, Lent et al. (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 8. bis 18. Jahrhundert. S. 273.
- ↑ NDB Artikel. Im älteren ADB Artikel steht noch um 1690 in Braunschweig.
- ↑ Johann Friedrich Seyfart: Lebens- und Regierungs-Geschichte Friedrichs des andern Königs in … Band 2. 1786, S. 120; Textarchiv – Internet Archive. Danach starb er mit 56 Jahren am 22. April 1762 in Berlin.
- Wilhelm Treue: Wirtschafts- und Technikgeschichte Preußens. de Gruyter, 1984, ISBN 3-11-009598-X.
- ↑ S. 81
- ↑ Arthur Suhle: Graumann, Johann Philipp. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 7. Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 8–9 (deutsche-biographie.de).