Johann von Mikulicz

Johann Anton Freiherr von Mikulicz-Radecki, auch Johannes von Mikulicz-Radecki bzw. Jan Mikulicz-Radecki (* 16. Mai 1850 in Czernowitz; † 14. Juni 1905 in Breslau) war ein deutsch-österreichischer Chirurg und Geheimrat in Preußen. Auf vielen heute eigenständigen Gebieten der Chirurgie leistete er Pionierarbeit.

Wie viele andere Bewohner der Bukowina ein „Buchenland-Europäer“, beherrschte er fünf Sprachen. Seine Publikationen schrieb er später nicht nur in Deutsch, sondern auch in Polnisch, Russisch und Englisch. Seine Muttersprache war, wie seinerzeit in Czernowitz üblich, deutsch.

  1. K. Kausch: Richtigstellung.
  2. Michael Sachs: Johann von Mikulicz-Radecki (1850–1905) und seine Bedeutung für die Entwicklung der modernen Chirurgie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 14, 1996, S. 85–146, hier: S. 119 f. (Das Elternhaus) und 126 f. (Der Streit um seine Nationalität).
  3. Hans Preilitsch: Johannes von Mikulicz – Bahnbrecher der modernen Chirurgie. Raimund Kaindl-Bund 3 (1952), S. 8–14
  4. Werner E. Gerabek und Gundolf Keil: Mikulicz in Krakau (Vortrag, gehalten von Gundolf Keil am 12. Oktober 1989 in Rothenburg ob der Tauber). In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 8, 1990, S. 295–306; hier: S. 299