Judäisches Bergland

Judäisches Bergland
hebräisch הֲרֵי יְהוּדָה Harej Jəhūdah
arabisch جبال يهودا, DMG Ǧibāl Yahūdā oder تلال الخليل, DMG Tilāl al-Ḫalīl
Israel und Jordanien vor 1967: Judäisches Bergland (in Grau und Dunkelrosa) ab nördlich Ramallahs bis zum südlichen Ende der in dunklem Rosa gefärbten Fläche
Judäisches Bergland nahe Jerusalem
Höchster Gipfel Nabi Yunis (1026 m)
Lage Geographisch: südwestliches Westjordanland, östlicher Bezirk Jerusalem und nördlich-nordöstlicher Unterbezirk Beʾer Scheva; Politisch: Israel, Palästinensische Autonomiegebiete
Mittelgebirgskette vom Gilboa im Norden bis zum Ramon im Süden Bergland von Benjamin, Hochland von Hebron, Jerusalemer Berge
Koordinaten 31° 40′ N, 35° 10′ O
Typ Mittelgebirge
Gestein Terra rossa, Kalkstein
Alter des Gesteins Obere Kreide
Fläche 3.000 km²

Das Judäische Bergland (hebräisch הֲרֵי יְהוּדָה Harej Jəhūdah, deutsch Berge Judäas, auch biblisch הַר יְהוּדָה Har Jəhūdah, deutsch Berg[land] Judäas, arabisch جبال يهودا, DMG Ǧibāl Yahūdā ‚Berge Judäas‘ oder تلال الخليل, DMG Tilāl al-Ḫalīl ‚Hügel Hebrons‘, auch Bergland oder Hochland von Judäa oder Judäisches Gebirge) im Heiligen Land in der Levante ist ein Mittelgebirge, das gemäß der politischen Gliederung der Region in Teilen zu Israel, zu den Palästinensischen Autonomiegebieten (Zonen A und B) und überwiegend zum übrigen Westjordanland (Zone C) zählt, das seit 1967 unter israelischer Besatzung steht.

Der Namensvetter Nationalpark Judäisches Bergland umfasst einen hufeisenförmigen Teil im Nordwesten des Gebirges (Jerusalemer Berge) östlich der Talenge Schaʿar ha-Gai. Das Judäische Bergland erhebt sich bis auf Höhen von 1026 Metern. In der Heiligen Schrift rangiert das Judäische Bergland mitunter schlicht als Har / הַר / ‚Berg[land] oder Gebirge‘ je nach Bibelübersetzung, worin sich die weithin binnenjudäische Sicht widerspiegelt, die bei Bergland primär ans eigene und nicht an anderweitige Höhenzüge denkt.

  1. Peter N. Peregrine, Melvin Ember: Encyclopedia of Prehistory, Band 8: South and Southwest Asia. J. Springer, New York 2003, ISBN 0-306-46262-1.
    1. S. 576.