Juni-Aktion
Als Juni-Aktion bezeichnet wird eine Massenverhaftung im Juni 1938, die als Teil der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ geplant war. Dabei wurde die ursprünglich angedachte „Zielgruppe“ der sogenannten Asozialen auf persönliche Anordnung Hitlers erweitert und antisemitisch ausgerichtet. Bei der Juni-Aktion wurden mehr als 9000 Männer in Konzentrationslager verschleppt, unter ihnen eine Gruppe von rund 2300 Juden, denen man eine Vorstrafe von mindestens vier Wochen Länge nachweisen konnte.
- ↑ Stefanie Schüler-Springorum: Masseneinweisungen in Konzentrationslager. Aktion „Arbeitsscheu Reich“, Novemberpogrom, Aktion „Gewitter“. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. München 2005, Bd. 1, S. 159.