Just-in-time-Produktion

Der Anglizismus Just-in-time-Produktion (kurz just-in-time, JIT; deutsch „gerade zur rechten Zeit“) oder auch bedarfssynchrone Produktion bezeichnet in der Produktionswirtschaft ein logistikorientiertes, dezentrales Organisations- und Steuerungskonzept, umgangssprachlich manchmal rollendes Lager genannt, bei dem nur das Material in der Stückzahl und zu dem Zeitpunkt geliefert und produziert wird, wie es auch tatsächlich zur Erfüllung der Kundenaufträge benötigt wird.

Das Gegenteil, eine Produktion zur Vorratshaltung, etwa um für drohende Versorgungsengpässe gewappnet zu sein, wird Just-in-case-Produktion genannt. Dieses Ziel wird durch unterschiedliche Produktions- und Liefermethoden erreicht. Das Prinzip der JIT-Produktion erfordert einen abgestimmten Produktions- und Materialfluss entlang einer Lieferkette (englisch Supply Chain). Dies ist nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen einem Lieferanten/Zulieferer und einem Abnehmer zu erreichen. Im Ergebnis sollen der Gesamtprozess schlanker (Lean Production), die Durchlaufzeiten und Kapitalbindung sowie das Lagerrisiko bzw. die Lagerkosten reduziert werden.

  1. Gerd F. Kamiske/Jörg-Peter Brauer, Qualitätsmanagement von A bis Z. Hanser, München/Wien 2011, ISBN 978-3-446-42581-1, S. 107.