Kármán-Linie
Die Kármán-Linie ist eine gedachte Grenze in einer Höhe von 100 km über dem Meeresspiegel, die dazu genutzt wird, um die Luftfahrt von der Raumfahrt zu unterscheiden. Oberhalb dieser Grenze sollen Höhengewinne von Luftfahrzeugen überwiegend auf der für Orbitalflüge nötigen Fliehkraftwirkung anstelle des von Flugzeugen genutzten dynamischen Auftriebs beruhen. Festgelegt wurde diese Grenzhöhe von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) und benannt zu Ehren des Luftfahrttechnikers Theodore von Kármán, der entscheidend an ihrer Definition mitwirkte.
Die im Zweiten Weltkrieg eingesetzte deutsche A4 („V2“) war als ballistische Artillerierakete großer Reichweite konzipiert. Eine dieser Raketen überschritt 1944 als erstes von Menschen konstruiertes Objekt die Höhe von über 100 km. Der erste Mensch, der die Kármán-Linie überschritt, war der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin am 12. April 1961.
- ↑ Peeling Back the Layers of the Atmosphere (englisch). NOAA National Environmental Satellite, Data, and Information Service (NESDIS), 22. Februar 2016. Abgerufen am 3. September 2018 (englisch).