Königreich Wogdgo
Wogdgo (auch Wogodogo, Wagadugu) war ein Moose-Königreich (in europäischer Bezeichnung auch „Mossi“) am Nakambé (Weißen Volta) in Westafrika auf dem Gebiet des heutigen Burkina Faso und bezeichnet bis heute die noch herrschende Dynastie ihrer Kaiser („Mogho Naaba“). Sein kultureller und politischer Mittelpunkt war die Stadt Ouagadougou. Wogdgo nahm in der Spätzeit unter den Moose-Königreichen eine Sonderstellung ein, weshalb die anderen Königreiche teilweise auch als Provinzen Wogdgos gesehen wurden. Jedenfalls hatte Wogdgo eine Vormachtstellung unter den jeweils politisch unabhängigen Königreichen.
Es wurde in den 1890er Jahren durch Frankreich erobert und ging 1919 in der Kolonie Obervolta auf.
Die Herrscherdynastie Wogdgos besteht bis heute, hat jedoch seit Ende des 19. Jahrhunderts keine direkte politische Macht mehr, ist aber eine wichtige geistige und moralische Autorität in der Region. Amtierender Mogho Naaba ist Baongo II.