Königsberger Schulplan

Der Königsberger Schulplan wurde als interne Denkschrift (Ueber die mit dem Königsbergischen Schulwesen vorzunehmenden Reformen, Ende Juli/Anfang August 1809) ebenso wie der damit zeitlich und sachlich zusammenhängende Litauische Schulplan im Herbst 1809 von Wilhelm von Humboldt kurz nach seiner Ernennung zum Sektionsleiter für Kultus und Unterricht im preußischen Innenministerium verfasst. Er beinhaltet sein Modell eines gestuften allgemeinbildenden Bildungssystems und sollte im Rahmen der Preußischen Reformen den Staat erneuern helfen. Nach König Friedrich Wilhelm III. sollte Preußen seine physischen Verluste durch geistige Leistungen ausgleichen. Die zwei kurzen Schriften handeln von Problemen, die Humboldt als amtlichem Schulvisitator auffielen. So kritisiert er den unzulänglichen Zustand der Schulen in Ostpreußen und führt die Vorstellungen des Neuhumanismus aus.

  1. Wilhelm von Humboldt, „Der Königsberger und der Litauische Schulplan“ (1809) | German History Intersections. Abgerufen am 21. Juni 2022.
  2. Humboldt reagierte mit diesen Denkschriften (Unmaßgebliche Gedanken über den Plan zur Einrichtung des Litauischen Stadtschulwesens, 27. September 1809) auf Pläne, die von den zuständigen Schulverwaltungsbeamten Möller und Hoffmann im Kontext der Bildungsreformen 1809 für Königsberg und für das zu Preußen gehörende Litauen vorgelegt worden waren.