Königsmarcksches Palais

Das Königsmarcksche Palais war ein Bauwerk in der Mauerstraße 36 im Berliner Ortsteil Mitte, das später durch einen Verwaltungsbau der Deutschen Bank ersetzt wurde. Benannt ist es nach seinem zeitweiligen Besitzer Adolf von Königsmarck.

Das Königsmarcksche Palais wurde in den Jahren 1792 bis 1794 als Immediatbau des Königs Friedrich Wilhelm II. gebaut. Es stach von den benachbarten Häusern, die dem „bürgerlich bescheidenen Charakter“ der Straße eher entsprachen, deutlich ab.

Walther Kiaulehn schrieb in seinem Buch Berlin. Schicksal einer Weltstadt: „Das Berliner Wohnhaus wurde unter Friedrich Wilhelm II. zur klassischen Vollendung erhoben. Rahel Varnhagens Wohnhaus […] war das typische Beispiel seiner Schönheit.“ Häuser dieses Typs, so Kiaulehn, hätten „wie Aristokraten inmitten der Geschmacksverwilderung“ gestanden und hätten „heiter und geistvoll“ gewirkt. Hans Mackowsky brachte dem Häusertypus, dem das Palais angehörte, ähnlich positive Gefühle entgegen, hielt aber das Gebäude in der Mauerstraße 36 nicht für den gelungensten Vertreter seiner Art.

  1. Theodor Fontane: Stine. dtv, München 2005, ISBN 3-423-13374-0, S. 100
  2. Walther Kiaulehn: Berlin. Schicksal einer Weltstadt. München 1997, ISBN 3-406-41634-9, S. 81
  3. Kiaulehn, S. 82
  4. Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen Nr. 108 vom 8. September 1810 (Web-Ressource).