Kōya-san
Als Kōya-san (japanisch 高野山; kōya 高野 = Hochebene, san 山 = Berg) bezeichnet man im heutigen allgemeinen Sprachgebrauch eine Gruppe von Bergen in Japans Präfektur Wakayama südlich von Ōsaka samt der von ihnen eingeschlossenen Hochebene (Seehöhe ca. 800 m).
Eigentlich handelt es sich nicht um eine geographische Bezeichnung. Kōya-san ist der Beiname des dortigen buddhistischen Kongōbu-Tempels (Kongōbu-ji, 金剛峯寺). Dieser umfasst die gesamte Hochebene mit zahlreichen Untertempeln. Wer zum Kōya-san geht, sucht daher diesen Tempel auf. Alle anderen Tempel gelten als untergeordnete Tempel (tatchū-jiin, 塔頭寺院), weshalb sie in ihrem Namen die Bezeichnung -in, (院) führen.
- ↑ Die wichtigsten Gipfel sind Mani-san (1004 m), Yōryū-san (1009 m), Tenjiku-san (915 m) und Bentendake (984 m).
- ↑ Die Verknüpfung von Tempeln mit dem Namen des betreffenden Bergs (sangō, 山号, wörtl. „Bergname“) kam einst in China auf, um gleichnamige Tempel durch ihre geographische Lage zu unterscheiden. Diese Art von Tempelbeinamen kommt in Indien, Thailand, Sri Lanka usw. nicht vor.