KZ Columbia
Das Konzentrationslager Columbia (kurz: KZ Columbia oder K.L. Columbia bzw. KL Columbia, auch bekannt als KZ Columbia-Haus oder nur Columbia-Haus; eine seltenere Schreibweise war KZ Columbiahaus; K.L. bzw. KL waren die im offiziellen SS-Schriftverkehr verwendeten Abkürzungen für „Konzentrationslager“) war ein nationalsozialistisches Konzentrationslager am nördlichen Rand des Tempelhofer Feldes.
Das Gebäude wurde um 1900 als Militär-Arrest-Anstalt an der Prinz-August-von-Württemberg-Straße (seit 1929: Columbiastraße, seit 1950: Columbiadamm) errichtet und ab 1933 zunächst als Gestapo-Gefängnis benutzt. Das eigentliche Konzentrationslager wurde am 27. Dezember 1934 eröffnet und bestand offiziell bis zum 5. November 1936. Durch seine Lage nahe der Berliner Innenstadt waren viele prominente Persönlichkeiten des politischen Lebens im Columbia-Haus inhaftiert. Anlässlich des seinerzeitigen Neubaus des Flughafens Tempelhof wurde das Columbia-Haus 1938 abgerissen. An die Geschichte des Ortes erinnert seit 1994 ein Mahnmal.
- ↑ Columbiastraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins