Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Teilansicht mit der alten Turmruine und dem neuen Kirchturm, 2004

Daten
Ort Berlin-Charlottenburg
Architekt Franz Schwechten (Ursprungsbau),
Egon Eiermann (Neubau)
Bauherr Evangelischer Kirchenbauverein
Baustil Neoromanik (Ursprungsbau),
Moderne (Neubau)
Baujahr 1891–1895 (Ursprungsbau),
1959–1963 (Neubau)
Höhe Ursprünglich: 113 m,
Turmruine: 71 m

Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (im Berliner Volksmund Hohler Zahn genannt) ist ein Baudenkmal auf dem Breitscheidplatz im Berliner Ortsteil Charlottenburg. Sie wurde im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. zum Gedenken an seinen Großvater Kaiser Wilhelm I. in den Jahren 1891–1895 von Franz Schwechten im Stil der Neoromanik erbaut. Ihr Kirchturm war mit 113 Metern der damals höchste der Stadt Charlottenburg.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Gedächtniskirche 1943 schwer beschädigt. Nach einem Streit um den Wiederaufbau folgte die Einigung auf den Abriss des Kirchenschiffs, den Erhalt der Turmruine als Mahnmal gegen den Krieg und auf den Neubau eines vierteiligen Bauensembles. Dieses wurde 1959–1963 von Egon Eiermann im Stil der Moderne erbaut und besteht aus dem Kirchenschiff, dem Kirchturm, der Kapelle und dem Foyer.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen des Berliner Westens und den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt. In der Turmruine befindet sich seit 1987 eine Gedenkhalle.

  1. Die Ruine der Berliner Gedächtniskirche ist gesichert | Monumente Online. Abgerufen am 19. November 2025.