Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung

Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung war eine Forschungseinrichtung zur Entwicklung von Kohlen-Sekundärstoffen in Mülheim an der Ruhr. Das 1912 gegründete Institut war eine der Einrichtungen für Grundlagenforschung der 1911 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und das erste Kaiser-Wilhelm-Institut außerhalb Berlin-Dahlems. Originäre Aufgabe war die Erforschung von Prozessen, die auf ökonomische Weise flüssige Brennstoffe aus Kohle herstellen.

Dem Institut gelang es in der Epoche des Wilhelminismus und in der Weimarer Republik ebenso wie in der Zeit des Nationalsozialismus, in einer Wissenschaftsnische seine Unabhängigkeit zu bewahren, obwohl hier auch Forschungen von nationalem Interesse betrieben wurden. 1939 wurde das Institut in eine rechtsfähige Stiftung umgewandelt. 1949 wurde es in Max-Planck-Institut für Kohlenforschung umbenannt.

  1. Emil Fischer: Die Aufgaben des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung. In: Stahl und Eisen, 32, 1912, S. 1898–1903.
    1. S. 312
  2. Eckart Henning, Marion Kazemi: Handbuch zur Institutsgeschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1911–2011. Daten und Quellen. Berlin 2016, 2 Teilbände. Teilband 1: Institute und Forschungsstellen A–L (PDF; 75 MB), S. 816, 820.