Kalkmörtel

Kalkmörtel ist als Baustoff eine Mischung aus gelöschtem Kalk und Sand und wird je nach Zusammensetzung in verschiedene Mörtelgruppen (MG) eingeteilt.

Dieser Artikel beschäftigt sich vornehmlich mit Luftkalkmörtel (kurz Luftkalk), bei dem die Erhärtung des Kalkes durch Bildung von kohlensaurem Kalk durch Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft erfolgt. Zu den Luftkalkmörteln gehören auch der Weiß- und der Dolomitkalk. Weißkalk (CL, calcium lime, früher auch Speck- oder Fettkalk genannt) entsteht durch Brennen von möglichst reinem Kalkstein und besitzt meist eine Calciumoxidgehalt von etwa 94 %. Dolomitkalk (DL, dolomitic lime, auch wegen seiner grauen Farbe auch Graukalk genannt) entsteht durch Brennen von Dolomit. Er hat einen Magnesiumoxidgehalt von ≥ 10 % und ist schwach hydraulisch. Kalkmörtel mit hydraulischen Anteilen wie Puzzolanen werden auch als Wasserkalkmörtel bezeichnet.

  1. Mohammad Nodoushani: Handbuch Instandsetzung und Sicherung von Bauwerken: Verfahren, Baustoffe, Qualitätssicherung und rechtliche Aspekte. expert verlag, 1996, ISBN 978-3-8169-1307-8 (books.google.com).
  2. Roland Benedix: Bauchemie. Vieweg & Teubner Verlag, 2009, ISBN 978-3-8348-9549-3, S. 310 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Kurt Schönburg: Strukturputze, historisch und neu: Entwicklung, geschichtlich und regional; Materialien für Strukturputze; Anwendung und Ausführung; Gestaltungstechniken; Putznormung. Beuth Verlag, 2007, ISBN 978-3-410-16631-3, S. 44 (books.google.com).