Kandare

Kandare (von ungarisch kantár, „Zaumzeug“) nennt man im Pferdesport ein ungebrochenes Gebissstück mit Hebelwirkung, im Unterschied zur hebellosen Trense. Die Kandare dient der Verfeinerung der Hilfengebung. Mit der Kandare, oft schlicht „Stange“ genannt, dürfen nur Reiter mit weicher Hand und unabhängigem Sitz reiten, da durch die Hebelwirkung eine enorme Kraft aufgebaut werden kann, wodurch es bei unsachgemäßem Gebrauch zu Verletzungen des Pferdemauls kommen kann.

Ein weiteres Gebiss mit Hebelwirkung ist das Pelham, an dem ohne Unterlegtrense zwei Zügelpaare angebracht werden können.

  1. Kandare. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.
  2. https://www.pferde.de/magazin/was-ist-eigentlich-eine-kandare-pferde-lexikon/
  3. Reiten auf Kandare: vier Zügel, die die (Dressur-)Welt bedeuten -. 26. Dezember 2020, abgerufen am 19. April 2025.
  4. Robert Stodulka: Medizinische Reitlehre: Trainingsbedingte Probleme verstehen, vermeiden, beheben. Georg Thieme Verlag, 2013, ISBN 978-3-8304-4213-4, S. 93 ff. (google.de [abgerufen am 19. April 2025]).