Kanizsay

Die Kanizsay, auch Kanizsai, Kaniški (kroatisch), Grafen von Sprinzenmarkt, Grafen von Hornstein, waren eine Adelsfamilie im Königreich Ungarn des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. In ihrer Frühzeit war dieser Zweig der Sippe Osl vor allem als Grenzwächter des ungarischen Gyepűsystems tätig. In ihrer Blütezeit erfüllten Familienmitglieder hohe kirchliche und weltliche Funktionen als Bischöfe in Ungarn und Bane in Kroatien. Der Name Kanizsay leitet sich von der südwestungarischen Stadt Nagykanizsa ab. Das Geschlecht gilt seit 1571 als erloschen.

  1. Fritz Zimmermann: Der Ursprung einiger burgenländischer Orts- und Personennamen. In: Landesarchiv und Landesmuseum Burgenland (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Eisenstadt 1949, S. 23 (zobodat.at [PDF]).
  2. Rudolf Zimmerl: Die Inschriften des Burgenlandes. Band 3, Teil 1, Verlag A. Druckenmüller, Wien 1953, S. 28.