Karl Wintersberger
Karl Wintersberger, auch Carl Wintersberger (* 27. Oktober 1880 in Eggenfelden; † 28. April 1970 in Bamberg) war ein deutscher Jurist und Staatsanwalt. Als Staatsanwalt im Bezirk München I machte er sich den Ruf, Rechtsradikale zur Rechenschaft zu ziehen, indem er erfolgreich 40 Angehörigen des Stoßtrupps Hitler nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 strafrechtlich verfolgte. 1934 als Oberstaatsanwalt in München II ermittelte er gemeinsam mit Josef Hartinger aufgrund der nicht natürlichen Todesursachen im KZ Dachau gegen den KZ-Kommandanten Hilmar Wäckerle und andere wegen Mordes. Wintersberger war vor 1933 Mitglied der DNVP und trat 1937 in die NSDAP ein. Während der Zeit des Nationalsozialismus machte er als Verwaltungsjurist Karriere und wurde Senatspräsident am Oberlandesgericht Bamberg. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging er in den Ruhestand.
- ↑ Staatsanwalt Karl Wintersberger – pdf
- ↑ Jörg Döring, Markus Joch (Hrsg.): Alfred Andersch 'revisited' , S. 97.