Karlsaue
Der 1,50 km² große Staatspark Karlsaue ist eine öffentliche, ursprünglich barocke und innerstädtische Parkanlage in Kassel (Nordhessen, Deutschland). Der Park gehört seit 2009 zum European Garden Heritage Network.
Als historisch beeindruckende Parkanlage, die fast ausschließlich auf flachem Gelände angelegt wurde, beinhaltet sie zahlreiche künstlich angelegte Stillgewässer wie Teiche und kanalartige Wassergräben, die ausschließlich der Entfaltung von Flora und Fauna dienen. In der Karlsaue befindet sich das Barockschloss Orangerie mit dem Astronomisch-Physikalischen Kabinett, dem Marmorbad und dem Küchenpavillon. Drei Achsen führen von der Karlswiese (dem ursprünglichen Bowling-Green) zum Großen Bassin und der dahinter liegenden Blumeninsel Siebenbergen. Ursprünglich war ein weiteres Gartenschloss im Bereich der heutigen Giesewiesen projektiert, zu dessen Ausführung es aber nicht kam. Auf gut ausgebauten Sandwegen kann man die Parkanlage mit ihrer unterschiedlichen, teils kleinräumigen Bepflanzung über Stunden durchstreifen. Über Fußgängerbrücken (Schwimmbad- und Gärtnerplatzbrücke) gelangt man in die benachbarte Fuldaaue. An der Orangerie beginnt der Planetenwanderweg, der zu großen Teilen innerhalb der Karlsaue verläuft.
Zusammen mit der östlich bzw. am anderen Ufer der Fulda liegenden Fuldaaue bildet die Karlsaue eine der größten innerstädtischen Parkanlagen und eines der weitläufigsten parkartigen Naherholungsgebiete Deutschlands, in dem 1955 (Karlsaue) und 1981 (Karls- und Fuldaaue) jeweils eine Bundesgartenschau stattfand.
In der Orangerie und entlang des Auedamms gibt es mehrere Gastronomiebetriebe.