Kastell Hauara

Kastell Hauara
Alternativname Auara/Havara/Hauarra/Hawara/
Humeima/El-Humayma/
Al-Humayma/El-Humeme
Limes Limes Arabiae et Palaestinae
Abschnitt Limes Arabicus
(vordere Limeslinie)
Datierung (Belegung) ca. 111/114 n. Chr.
bis Ende 4. Jhr. n. Chr.
Typ Alenkastell
Einheit a) Ala quingenaria?
b) Equites sagittarii indigenae
Größe 206,32 m × 148,32 m (= 3,05 ha)
Bauweise Stein
Erhaltungszustand gut erhaltene Anlage
Ort El-Humayma
Geographische Lage 29° 57′ 11,5″ N, 35° 20′ 53,3″ O
Höhe 961 m
Vorhergehend Khirbet el-Qirana
(vordere Limeslinie) (ostnordöstlich)
Anschließend Kleinkastell el-Quweira
(vordere Limeslinie) (südlich)
Rückwärtig Rujm Taba
(rückwärtige Limeslinie) (südwestlich)
Kleinkastell Ariddela
(rückwärtige Limeslinie) (nordwestlich)

Das Kastell Hauara beziehungsweise Auara, modern El-Humayma, ist ein römisches Militärlager an der während der Regierungszeit des Kaisers Trajan (98–117) durch die Legio III Cyrenaica errichteten Via Traiana Nova und lag am Limes Arabicus. Die Garnison gehörte zunächst zur Provinz Arabia und wurde während der Regierungszeit des Kaisers Diokletian (284–305) der neugegründeten Provinz Palaestina Tertia zugeschlagen. Die in dieser Fortifikation stationierten Einheiten waren für die Überwachung und Sicherung eines Grenzabschnitts verantwortlich. Das bis in die Neuzeit durch Steinraub bedrohte Kastell gehört heute zu den am besten erforschten und am besten erhaltenen frührömischen Garnisonen im Vorderen Orient. Hauara befindet sich heute bei der modernen Siedlung El-Humayma, einer Ortschaft im Gouvernement Aqaba im Süden von Jordanien.

  1. 1 2 John Peter Oleson: The Trajanic Auxiliary Fort at Hawara (modern Humayma), Jordan. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan (SHAJ) 13 (2019), S. 395–406; hier: S. 395.
  2. David L. Kennedy: The Roman Army in Jordan. Council for British Research in the Levant, Henry Ling, London 2004, ISBN 0-9539102-1-0, S. 193–198; hier: S. 194.
  3. Hans-Peter Kuhnen: Wüstengrenze des Imperium Romanum – Die Schicksalsgrenze Roms im Orient von Augustus bis Heraclius. In: Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Wüstengrenze des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien. Nünnerich-Asmus, Mainz 2018, ISBN 978-3-96176-010-7, S. 1–116; hier: S. 36.