Kastell Sasbach-Jechtingen
| Kastell Sasbach-Jechtingen | |
|---|---|
| Alternativname | Sponeck |
| Limes | Donau-Iller-Rhein-Limes (DIRL), Maxima Sequanorum Strecke 1 |
| Datierung (Belegung) | 370 n. Chr. bis spätes 5. Jahrhundert |
| Typ | Kohortenkastell? |
| Einheit | Limitanei/Foederati? |
| Größe | ca. 40 × 50 m (0,5 ha) |
| Bauweise | Steinbauweise |
| Erhaltungszustand | Oberirdisch sichtbar, Unregelmäßige Anlage mit runden und quadratischen Ecktürmen, die Ostmauer und zwei Türme wurden konserviert. |
| Ort | Sasbach am Kaiserstuhl |
| Geographische Lage | 48° 6′ 50,8″ N, 7° 35′ 2″ O |
| Höhe | 202 m ü. NHN |
| Vorhergehend | Legionslager Straßburg (Argentorate) (nördlich) |
| Anschließend | Kastell Breisach am Rhein (Mons Brisiacus) (südlich) |
| Vorgelagert | Kastell Horbourg (Argentovaria) (südwestlich) |
Kastell Sasbach-Jechtingen ist ein ehemaliges spätrömisches Militärlager auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde Sasbach am Kaiserstuhl-Ortsteil Jechtingen im Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg.
Das Lager zählte zu den zahlreichen kleineren, unter Kaiser Valentinian I. errichteten Befestigungsanlagen in der Endphase der römischen Herrschaft über die Rheinprovinzen. Es war Teil der Kastellkette des Donau-Iller-Rhein-Limes (DIRL) in der römischen Provinz Maxima Sequanorum. Das Lager war vermutlich vom 4. bis in das 5. Jahrhundert mit römischen Truppen belegt, die für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben an diesem Abschnitt der Rheingrenze (ripa) zuständig waren. Die Befestigung wurde nach deren Abzug von Alamannen und Franken besetzt. Der Nachfolgebau, die mittelalterliche Burg Sponeck, wurde direkt über den Resten der spätantiken Anlage errichtet.